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26.01.07

Besichtigung Hackschnitzelheizwerk

Herr Kaulen (rote Jacke) Herr Thiem (blaue Jacke)

 

Die Freien Wähler Ebermannstadt luden  zur Besichtigung des Hackschnitzelheizwerkes auf den Feuerstein ein.

Vorsitzender Thorsten Götz freute sich, 30 interessierte Bürger aus Stadt und Landkreis begrüßen zu dürfen. Ludwig Thiem, land- und forstwirtschaftlicher Leiter der Jugendburg, verstand es, den Interessierten die Anlage anschaulich und äußerst kompetent zu demonstrieren. Das bereits 1997 errichtete Heizwerk besitzt mit seinem 450 kWh großen Hackschnitzelkessel ungefähr die Hälfte der Leistung, die das neu geplante Biomasseheizwerk in Ebermannstadt haben wird. Der Leiter der Jugendburg Hans-Peter Kaulen ist stolz darauf, dass mit der Anlage, die im Jahr 1100 bis 1600 MW Wärmeleistung erzeugt, ca. 200 000 l Heizöl eingespart werden können. Spitzenlasten werden durch einen mit Rapsöl betriebenen Heizkessel überbrückt. 30 % der benötigten Primärenergie erwirtschaftet die Jugendburg durch die Pflege ihrer 90 ha großen Waldfläche selbst, für die übrigen 70 % werden von heimischen Waldbauern Hackschnitzel zugekauft. Die im Abgas noch enthaltene Feinasche (Feinstaub) wird in einem Zyklon abgeschieden. So kommt nur noch ein geringer Reststaub über den Schornstein in die Luft. Schwermetalle und Schwefeloxide, die in die Luft gelangenden, entsprechen exakt den Stoffen, die auch bei der natürlichen Verrottung dem Boden zugefügt worden wären. Demnach kommt es hier lediglich zu einer räumlichen Verlagerung. Die entstehende Asche wird als zugelassener landwirtschaftlicher Dünger ausgebracht.

 

Im Anschluss an die Besichtigung fand im Gasthof Zur Post in Ebermannstadt eine Diskussionsrunde zum Bau des Hackschnitzelheizwerks in Ebermannstadt mit Landrat Reinhard Glauber und dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden der Freien Wähler Franz Schmidtlein statt. Landrat Glauber erläuterte den momentanen Fortschritt bei der Planung des Projekts: Für die Planung wurden, obwohl die Anlage weniger als 1 MW Leistung abgeben wird, die höheren Anforderungen, die für größere Anlagen gelten, herangezogen. Zusätzlich wurde bei der Planung der Ausstoß von Feinstaub auf 1/5 des gesetzlichen Grenzwerts (250 mg/m³) festgelegt. Der Vertrag zwischen dem Landkreis und der Biomasseheizwerk Forchheim GmbH, die die bundesweite Ausschreibung gewonnen hat, wird in Kürze unterzeichnet.

Errichtet wird die Anlage auf dem Grundstück des Gymnasiums Fränkische Schweiz, am Hang, der Volksschule zugewandt. Die Anlieferung erfolgt über die Georg-Wagner-Straße. Nach der bisherigen Planung wird von der Anlage das Klinikum Fränkische Schweiz, das Ärztehaus am Klinikum, ein geplanter weiterer 60 Betten Pflegetrakt der Klink, das Gymnasium sowie die Realschule mit Wärme versorgt. Ein weiterer Wärmeabnehmer könnte der Schulverband mit der Volksschule sein. Geplant ist, noch in diesem Jahr das Heizwerk in Betrieb zu nehmen. Herr Windisch, Geschäftsführer der Biomasseheizwerk Forchheim GmbH, zeigte anhand der Pläne des Heizhauses wie die Energieerzeugung in dieser Anlage ablaufen wird.

Anwohner äußerten Bedenken, dass es durch die häufig anzutreffende Inversionswetterlage zu einer unvermeidlichen und unzumutbaren Schadstoff- und Geruchsbelastung kommen könnte. Dem soll allerdings durch eine vom TÜV empfohlene Schornsteinhöhe von 16 m entgegengetreten werden. Um die Luftqualität vor und nach der Baumaßnahme zu dokumentieren, will Landrat Glauber nach einer geeigneten Möglichkeit zur Messung der Luftbelastung durch Feinstäube suchen. Die Sorge nach einer Belastung durch den Anliegerverkehr konnte von Herrn Windisch gedämpft werden. Er geht davon aus, dass 160 Anlieferungen pro Jahr genügen werden.