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Bürgergespräch 07.04.2011
Westumgehung in Neunkirchen dringend notwendig
Freie Wähler Veranstaltungsreihe mit zweiter Veranstaltung in Neunkirchen am Brand
Westumgehung, Kreishaushalt, ÖPNV, Gesundheitswesen und DSL Versorgung, das waren die Schwerpunktthemen bei der zweiten Veranstaltung des FW Kreises und der FWG Neunkirchen.
NEUNKIRCHEN – Der erste Vorsitzende der FWG Neunkirchen/ 1. Bürgermeister, Heinz Richter konnte neben zahlreichen Bürgern, die Vorstands- und Fraktionsmitglieder der FWG NK, den ersten Vorsitzenden der Kreis FW, Peter Dorscht sowie Landrat Reinhardt Glauber und MdL Thorsten Glauber zum Bürgergespräch begrüßen.
Was hat Dormitz bewirkt, dass es bei den Straßenbaumaßnahmen von 1R nach 1 vor Neunkirchen umgestuft wird? Das war die erste Frage an diesem Abend im Gasthaus „Bürgerstuben“. Heinz Richter und Landtagsabgeordneter Thorsten Glauber beantworteten diese Frage dahingehend, dass Dormitz im Planungsentwurf früher dran war als Neunkirchen, das Planfeststellungsverfahren schon läuft und die Punkte zur Bewertung der Kosten-Nutzen-Analyse besser ausfallen, als für die Westumgehung in Neunkirchen. Bürgermeister Heinz Richter zeigte den interessierten Bürgern die Aktivitäten und Maßnahmen der Marktverwaltung und des Marktgemeinderates in den letzten Monaten auf, dies sind: eindringliches, erklärendes Gespräch mit Staatsminister Herrmann, persönliche Gespräche mit den Mitgliedern des Planungsverbandes Oberfranken West, schriftliche Stellungnahmen des BGM mit Marktgemeinderat an den Vorsitzenden des Planungsverbandes, sowie Klarstellung des Kosten-Nutzenfaktors an die oberste Baubehörde. Ziel ist es, den Vorschlag der Obersten Baubehörde in München für die Realisierung von Straßenbaumaßnahmen in den nächsten 10 Jahren nicht so hinzunehmen. Es gelte die Mitglieder des regionalen Planungsverbandes und des Landtages zu informieren, dass der derzeitige Schwerlastverkehr im inneren Ort eine große Belastung für die Anwohner an den betroffenen Straßen ist, und sich daraus außerdem eine hohe Gefahr für Kinder und Erwachsene ergibt. Konkrete Aussagen, warum Neunkirchen die Bewertungszahl größer 1 noch nicht erreicht hat, konnten von den Behörden bisher nicht gegeben werden.
MdL Thorsten Glauber erläuterte die geplanten Summen für Straßenausbau in Bayern, die nach Verhandlungen nun in diesem Jahr bei 215 Millionen Euro liegen. Davon fallen 195 Millionen auf Neubauten und 20 Millionen auf den Straßenerhalt. Um den Straßenausbauplan durchzuführen und den Erhalt der Staatsstraßen sicherzustellen, sind jedes Jahr ca. 190 Millionen Euro nötig. In den letzten Jahren hat die Bayerische Staatsregierung dafür aber pro Jahr nur ca. 90 bis 115 Millionen ausgegeben. Es besteht ein großer Realisierungsstau.
Die anwesenden Bürger waren der Meinung, dass die Westumgehung in den nächsten Jahren gebaut werden muss. Es muss mehr nach außen öffentlichkeitswirksam dargestellt werden, dass es wesentlich mehr Befürworter für die Westumgehung gibt, als die kleine Minderheit, die diese verhindern will. Maßnahmen dazu müssen kurzfristig erfolgen. MdL Glauber ging als Mitglied des Wirtschaftsausschusses auf die Petition eines anwesenden Neunkirchner-Bürgers ein.
Weitere Fragen bezogen sich auf Maßnahmen gegen die Raser auf Tempo 30 Strecken. Viel zu schnell wird auf diesen Straßen im Ort und von Rosenbach nach Marloffstein gefahren. Heinz Richter kündigte an, dass im Gemeinderat zum wiederholten Male über eine private Verkehrsüberwachung für den fließenden und stehenden Verkehr in Neunkirchen und seinen Ortsteilen nachgedacht wird. Grundsätzlich gilt es aber an alle Bürger zu appellieren, die Verkehrsbestimmungen einzuhalten.
Auf Anfrage erläuterte Landrat Reinhardt Glauber die Situation zum Kreishaushalt. Die Schulsanierungen sind absolut notwendig. Den Kindern, Eltern und Lehrern sind die jetzigen Verhältnisse nicht mehr zuzumuten. Es gibt großen Bedarf an wärmetechnischen Maßnahmen und am Ausbau der Sicherheit. Bei dem derzeitigen niedrigen Zinsstand sind umfassende Maßnahmen sinnvoll. Die Investitionen von ca. 27 Millionen Euro können in den nächsten 5 bis 6 Jahren gestemmt werden, noch dazu da bisherige andere Kosten für den Kreis rückläufig sind.
Die verkehrstechnische Anbindung Neunkirchens mit dem ÖPNV an Erlangen und Forchheim hat sich in den letzten Jahren stark verbessert. Darüber sind die Bürger sehr froh. Nach Aussage von Bgm Heinz Richter und Landrat R. Glauber werden die Gespräche bezüglich einer Direktlinie von Neunkirchen nach Erlangen Süd intensiv weiterbetrieben.
Ein weiteres Thema war das Gesundheitswesen und die Versorgung Neunkirchens mit Haus- und Fachärzten. Die Versorgung mit Hausärzten ist gut sicher gestellt, an Fachärzten mangelt es.
Landrat R. Glauber zeigte die Situation im Kreis auf. Grundsätzlich gibt es entsprechend der Vorgaben keinen Mangel an Haus- und Fachärzten im Kreis Forchheim. In der Verteilung gibt es aber Schwerpunkte auf die Stadt Forchheim bezogen. Für Neunkirchen sehen es die Bürger als sehr positiv an, wenn sich auch Fachärzte hier ansiedeln würden.
Weitere Fragen bezogen sich auf die Datentechnische Versorgung Neunkirchens und der Ortsteile. Für den Kernort Neunkirchen ist diese sehr zufriedenstellend. Nicht für Ortsteile wie Ermreuth, Rödlas und Gleisenhof. Bgm H. Richter zeigte auf, dass derzeit ein Planungsauftrag in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Gräfenberg, Weisenohe und Igensdorf vergeben wurde. Ziel ist es, über eine Glasfaserverbindung von Gräfenberg nach Walkersbrunn und Igensdorf auch Ermreuth mit anzubinden. Für die Realisierung können Zuschüsse beantragt werden.
Nach einem interessanten Informations- und Diskussionsabend dankte der erste Vorsitzende der FWG Neunkirchen, Heinz Richter den Bürgern fürs Kommen und Diskutieren und Landrat R. Glauber und MdL T. Glauber für ihre informativen Beiträge mit „Fairem Neunkirchner“ Kaffee und einem Sportband für aktive Bewegung.






