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Liebe Freie Wählerinnen und Wähler!

seit 2008 bringe ich meinen kommunalen und beruflichen Sachverstand als Abgeordneter im bayerischen Landtag ein. Mein besonderes Engagement und Herzblut gilt dabei immer dem Wohl unserer oberfränkischen Heimat. Mein spezieller Antrieb sind die vielen Begegnungen und Gespräche mit Ihnen, den Bürgern. Sie sind es, die mich anspornen, unsere Interessen in München zu vertreten!

Ihr Thorsten Glauber

MdL Thorsten Glauber

Am Streckerplatz 1 (ab 01. Mai: Klosterstr. 10)
91301 Forchheim
Tel. 09191/621 97 35
Fax 09191/621 97 36
www.thorsten-glauber.de

Thorsten Glauber gehört seit dem 28.09.2008 dem Bayerischen Landtag an. In der Landtagswahl am 15.09.2013 wurde er in seinem Amt bestätigt. Glauber ist Mitglied des Kreistages und Gemeinderat der Verwaltungsgemeinschaft Gosberg. Er ist zudem 3. Bürgermeister der Gemeinde Pinzberg.

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Fraktion vor Ort voller Erfolg

FLÜCHTLINGE; TTIP; LÄNDLICHER RAUM UND ENERGIEWENDE

Schlaifhausen. Die Veranstaltungsreihe „Fraktion vor Ort“ des Landesverbandes der FREIEN WÄHLER verfolgt das Ziel, den Mitgliedern an der Basis aber auch allen Bürgerinnen und Bürgern die Arbeit der Landtagsfraktion der FREIEN WÄHLER näher zu bringen und die vor Ort vorhandenen Sorgen, Nöte und Anregungen aufzugreifen. Kreisvorsitzender Manfred Hümmer hat die Veranstaltung nun in den Landkreis nach Schlaifhausen geholt und MdL Thorsten Glauber als Referenten gewonnen.

Zahlreiche Mitglieder aber auch interessierte Gäste begrüßte Manfred Hümmer im Gasthaus Schüpferling in Schlaifhausen zur Veranstaltung "Fraktion vor Ort". Sein besonderer Gruß galt dem Landtagsabgeordneten Thorsten Glauber, der in einem Referat die Sichtweise der FREIEN WÄHLER zu den Themen Stärkung der Wirtschaft im ländlichen Raum, Freihandelsabkommen TTIP/TISA, Energiewende und Flüchtlingsproblematik vorstellte.
Die Wirtschaftskraft im ländlichen Raum zu fördern, ist seit jeher eine zentrale Forderung der FREIEN WÄHLER. Es gehe laut Glauber insbesondere auch darum, die Lebensverhältnisse und Voraussetzungen im ländlichen Bereich so zu gestalten, dass es zu keiner Ungleichgewichtung zwischen darbenden ländlichen Gemeinden und prosperierenden Metropolen wie etwa München komme. Gerade die Landeshauptstadt stünde aufgrund des zu schnellen Wachstums vor erheblichen Problemen, insbesondere führe die Wohnungsknappheit zu explodierenden Miet- und Pachtpreisen. Für den ländlichen Raum müssten im Rahmen des Landesentwicklungsprogramms spezielle Förderprogramme ausgebaut bzw. aufgelegt und der Erhalt der vorhandenen Infrastruktur, dazu gehörten auch Schulen, Kindertagesstätten, Bildungseinrichtungen, medizinische Grundversorgung sowie Nahversorgungsangebote, gesichert werden. Gerade jungen Familien müssten Anreize wie Arbeitsplätze und Betreuungsangebote vor Ort geschafft werden, nur so könne ein Wegzug in größere Urbanisationen verhindert werden. Von zentraler Bedeutung für die Region sei auch der Flughafen Nürnberg, der bei einem Ausbau der dritten Startbahn am FJS-Flughafen München vollends ins Abseits gerate. Das müsse unbedingt verhindert werden, denn der internationale Verkehrsknotenpunkt sei eine der wichtigsten Lebensadern Frankens.
Über das Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership), einem aktuell verhandelten Freihandels- und Investitionsschutzabkommen in Form eines völkerrechtlichen Vertrags zwischen der Europäischen Union und den USA sei eigentlich schon oft berichtet worden, dennoch wäre Vieles völlig nebulös und nicht transparent, auch weil EU-Parlamentarier, nationale Regierungen und Parlamentarier keinen Einblick in die konkret ausgehandelten Vertragsbedingungen erhielten, so Thorsten Glauber. Das Ziel des Abkommens, der Abbau von tarifären und anderen Handelshindernissen und das dadurch erhoffte Wirtschaftswachstum nutze vornehmlich den USA, weil laut Ökonomen der innereuropäische Handel dadurch abnähme. Zudem führten Kritiker wie die FREIEN WÄHLER an, dass auch gesetzliche Standards in den Bereichen Umweltschutz, Verbraucherschutz, Gesundheit, Arbeit, die öffentliche Daseinsfürsorge und Soziales als Handelshemmnisse eingestuft würden. Es sei deshalb zu erwarten, dass TTIP zu einer Schwächung, Deckelung oder teilweisen Beseitigung solcher Standards führe, was jedoch nicht im Interesse des Bürgers sei. Die FREIEN WÄHLER fordern deshalb die Beibehaltung aller europäischen Standards und sprechen sich insbesondere auch gegen eine Privatisierung der Daseinsvorsorge aus.
Die Energiewende wurde unter dem Eindruck von Fukushima unüberlegt und überhastet eingeläutet und wird nun sowohl von der Bundesregierung als auch der bayerischen Staatsregierung nicht konsequent umgesetzt, so Glauber. Nach wie vor hielten die FREIEN WÄHLER an ihrer Position, der dezentralen Energiegewinnung unter Einbeziehung lokaler Gegebenheiten (z.B. Geothermie, Wind, Sonne, Wasser, Biogas u.a.) und mit Beteiligung von Stadtwerken, Bürgergenossenschaften und Gemeinden fest. Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungseinrichtungen, ob als Freileitungen (Masten) oder Erdkabel ausgeführt, dienten in erster Linie dem Transport von Kapazitätsüberschüssen ins Ausland. Hierbei würde die aus politischen Gründen von Schwarz/Rot gewollte, umweltbelastende Braunkohle eine Renaissance erleben während umweltfreundlichere und im Gegensatz dazu binnen Minuten aktivierbare moderne Gaskraftwerke aus wirtschaftlichen Gründen still stünden. Gaskraftwerke seien die Verlierer der Energiewende: Als Reserve gedacht, wenn Ökostrom fehlt, kämen die hochmodernen Anlagen kaum noch zum Einsatz.
Das derzeit alles beherrschende Thema stand auch an diesem Abend im Mittelpunkt. Ohne Wenn und Aber stenden – so der allgemeine Tenor, die FREIEN WÄHLER zu dem im Grundgesetz verankerten Asylrecht für politisch Verfolgte und zu den Genfer Flüchtlingskonventionen. Ein Bleiberecht nur aus wirtschaftlichen Überlegungen müsse jedoch über ein Integrations- bzw. Einwanderungsgesetzt geregelt werden. Keinesfalls könne geduldet werden, dass rechtsstaatliche Prinzipien ausgehebelt werden. In der derzeitigen Situation sei der Staat insgesamt gefordert, so nütze es nichts, wenn Ministerpräsident Seehofer nach der Politik rufe und der Bundesregierung, an der er selbst beteiligt sei, mit einer Verfassungsklage drohe. Zwingend erforderlich sei die unverzügliche Registrierung und medizinische Erstuntersuchung aller Asylbewerber bzw. Flüchtlinge, ein gerechterer Verteilungsschlüssel bundes- und europaweit wie auch eine Absicherung und Entlastung der unzähligen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, ohne deren Mitwirkung schon längst alles zusammen gebrochen wäre. Unterstützung für Menschen in Not hieße aber auch, nicht nur an Flüchtlinge sondern auch die vielen Menschen unseres Landes zu denken, die in Armut leben. Kinder- und Altersarmut wurden über Jahre ebenso bagatellisiert wie der Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Eine einseitige Privilegierung, zu der auch die derzeit ungeteilte Aufmerksamkeit Flüchtlingen und Asylbewerbern gegenüber gehöre, führe dazu, dass soziale Unruhen drohen und eine Neiddebatte entstehe, die der Willkommenskultur generell abträglich sei und Kräfte am rechten Rand stärke. Alle besonnenen Demokraten müssen nun über Parteigrenzen hinweg die Probleme systematisch beleuchten und gemeinsame Lösungen erarbeiten, wir dürfen es nicht zulassen, dass Radikale und Extremisten die Meinungshoheit in unserem Lande erlangen und nationalpopulistische Parteien wie die AfD mit ausländerfeindlichen Parolen den Einzug in die Parlamente schaffen, so Kreisvorsitzender Manfred Hümmer mit seinem Schlusswort zu diesem Thema.
Fazit des Abends: Interessante Themen, konstruktive Diskussionen, praktizierte Bürgernähe und gute Lösungsansätze, die FREIEN WÄHLER überzeugten dadurch auch die anwesenden Gäste, wie diverse Rückmeldungen beweisen.